Fremde Geheimnisse

978-3-944490-89-2

Kurzgeschichten von Elisabeth Ambras

»Man kann des öfteren die Meinung hören, diese Zügellosigkeit sei eine Errungenschaft oder ein Laster unserer Tage; früher hätte in sexuellen Dingen strengste Verschwiegenheit geherrscht. Ich glaube nicht an dieses Convenu. Die Menschen haben ihre Geheimnisse noch nie für sich behalten können.« Elisabeth Ambras

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Daten

Anzahl Seiten144
Erhältliche Formateepub, mobi, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen
Erschienen am08.03.2019

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Die heimlichen Wünsche der anderen – bisweilen irritierend, aber gerade deshalb so erregend! Elisabeth Ambras spielt hier mit dem Voyeurhaften, mit dem heimlichen Blick, den sie uns vermittelt – eine doppelte Heimlichkeit gewissermaßen. Doch bei aller Eloquenz dieser berühmten Texte nimmt hier eine subtile und gleichzeitig ausgesprochen präsente Erotik sprachliche Form an.

Elisabeth Ambras ist ein Pseudonym:

»Mein Mann möchte, daß ich auf etwas Rücksicht nehme, das er seine gesellschaftliche Position nennt. Ich erfülle diese Bitte gern, wenngleich ich nicht sicher bin, was er damit meint. Literatur als Beruf liegt mir fern. Ich bin Amateurin und schreibe zu meinem eigenen Vergnügen, meinem eigenen Verdruß.

Die meisten Schriftsteller-Biographien klingen ohnehin so, als wären sie erfunden: ›Ich bin kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in der Schweiz geboren, wurde in England erzogen und führe ein eher nomadisches Leben. Meine deutsch-polnischen Voreltern stammen aus einer Gegend, die einst österreichisch war. Auf dem Stempelpapier hieß sie Lodomerien, aber niemand nannte sie so.‹

Kaum jemand glaubt einem die reine Wahrheit – ein Argwohn, den ich teile. Beim Schreiben eines Lebenslaufes hätte ich bald das Gefühl, ich wäre in eine Geschichte von E.A. geraten. Dies ist ein Los, welches ich mir ersparen möchte.«

So die Autorin anlässlich der Erstausgabe in den 1980er Jahren. Ambras, die unter ihrem Realnamen phänomenale literarische Erfolge erzielen konnte, hat mit ihren erotischen Geschichten einen Maßstab in diesem Genre gesetzt. Im Jahr 2014 wurden einige ihrer Erzählungen unter dem Titel ›Fingerspitzengefühl‹ von der ANDEREN BIBLIOTHEK neu herausgebracht. Cupido Books ist es eine besondere Freude, die fehlenden Erzählungen hier vorlegen zu dürfen und damit sicherzustellen, dass aktuell das Gesamtwerk Ambras’ lieferbar ist. Unser Dank gilt der Autorin und allen, die dieses Projekt unterstützt haben!

Anmerkung des Verlags, Karin Struckmann:

Ich konnte 1989 die Taschenbuchausgabe ›Heiß & Kalt‹ aus dem Greno Verlag ergattern und war begeistert: meisterhaft kreierte Stimmung und sinnliche Spannung. Und ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, wer hinter Ambras steckt.

Jahre gingen ins Land, erotische Literatur wurde direkter und expliziter, aber mein Faible für Elisabeth Ambras’ Geschichten blieb ungebrochen. Was lag also näher, als anno 2012 die Rechte für diese Kurzgeschichten für den noch zu gründenden Verlag Cupido Books zu sichern?

Ich recherchierte, wer sich hinter Ambras verbarg. Schluckte. Schüttelte die aufkommende Unsicherheit ab und legte ihr meinen Wunsch vor, traf durchaus auf Zustimmung – nur leider lagen die Rechte beim Verlag, der just eben eine neue Herausgabe plante. Schade.

Zwei Jahre später erschienen 24 Stories unter dem Titel ›Fingerspitzengefühl‹. Damit blieben 14 Erzählungen unveröffentlicht. Meine Chance! Erneutes Ringen um Rechte – und heute ist es mir eine besondere Freude, die fehlenden Erzählungen vorlegen zu dürfen und damit sicherzustellen, dass aktuell das Gesamtwerk Ambras’ lieferbar ist.

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Kurzgeschichten von Elisabeth Ambras

»Man kann des öfteren die Meinung hören, diese Zügellosigkeit sei eine Errungenschaft oder ein Laster unserer Tage; früher hätte in sexuellen Dingen strengste Verschwiegenheit geherrscht. Ich glaube nicht an dieses Convenu. Die Menschen haben ihre Geheimnisse noch nie für sich behalten können.« Elisabeth Ambras

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